CHIRURGISCHE KORREKTUR

Ohrenkorrektur

 

Die Korrektur von abstehenden oder sonstiger Ohrdeformitäten gehören zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffe in der plastischen Chirurgie im Kindesalter. Ihr Ziel ist eine ästhetisch akzeptable Position der Ohrmuscheln zu erreichen.

Wann soll der Eingriff durchgeführt werden?

Der Eingriff wird indiziert am häufigsten im Vorschulalter, um den 6-ten Jahr, damit der Spott von Mitschülern vermieden wird. Eine sehr wichtige Faktor, das zu guter Kooperation beim Eingriff und Toleranz bei Heilung führt, ist das Selbstbewusstsein des Kindes und sein Verlangen nach gutem Aussehen (nicht nur die der Eltern). Es gibt keine obere Altersgrenze wobei das Ergebnis dauerhaft ist.

Die Operation wird vorzugsweise bei lokaler Anästhesie durchgeführt, damit der Patient kooperieren kann. Bei Kinder jünger als 6 Jahre wird bei Allgemeinanästhesie gearbeitet. Das Kind muss gesund sein. Nach überstandener Infektion der oberen Atemwege unter Verwendung von Antibiotika soll die Behandlung erst nach mindesten 3 Wochen in Angriff genommen werden.

Der operative Einschnitt führt der Chirurg am hinteren Seite der Ohrmuschel, die Wunde wird bei Kindern mit absorbierbaren Material geführt, damit die unangenehme Nahtentfernung vermieden werden kann.

Nachbehandlung

atient verlässt nach der Behandlung mit einem großen Ohrverband. Es wird empfohlen in Rückenlage zu schlafen, damit die Ohrenschwellung symmetrisch bleibt. Falls es zu keinen Komplikationen kommt wird die erste Kontrolle, bei der der Verband gewechselt wird, nach einer Woche durchgeführt. Das Verband wird ganz entfernt 14 Tage nach der Behandlung. Die nachfolgenden 4 Wochen wird das Tragen eines elastischen Stirnbandes empfohlen, das die Ohrmuscheln in der neuen Stellung fixiert.

Was soll vor dem Eingriff geschehen?

Am Abend vor dem Eingriff den Kopf waschen und gründlich den äußeren Gehörgang reinigen.

Plastik der Bauchwand (Abdominoplastik)

 

Die Abdominoplastik ist eine operative Methode zur Entfernung der überschüssigen, überhängenden Bauchhaut im unteren Bauch, gewöhnlich kombiniert mit Bauchstraffung. Die idealen Patienten dieser Methode sind Frauen nach wiederholten Schwangerschaften.

Die Operation verläuft in Totalnarkose, gewöhnlich unter Schutz von Antibiotika. Der Schnitt wird tief im unterem Bauch geführt und bleibt hinter der Wäsche versteckt. Nach dem Eingriff ist die Wunde mit Drainage versehen und der Bauch mit elastischen Bandage zusammengezogen.

Nach dem Eingriff

Je nach Blutmenge wird die Drainage gewöhnlich nach 3-5 Tage nach der Operation entfernt. Statt Bandage bekommt die Patientin jetzt ein elastische Wäsche oder eine Bauchbinde und kann nach Hause gehen. Die Fäden werden am 12-14 Tag nach der Operation gezogen. Die elastische Wäsche wird mindesten 4 Wochen getragen, normale physische Aktivität soll erst nach 10 Tagen, volle physische Aktivität erst nach 2 Monaten aufgenommen.

Was tun vor dem Eingriff?

Am Tag vor dem Eingriff nur leichte Kost zu sich nehmen, die Bauchregion nicht mit fetthaltigem Creme einreiben. Die anderen Empfehlungen sind ähnlich wie die anderen Vollnarkose Eingriffen. Kurz vom Eingriff wird enthaart.

Jeder Eingriff trägt gewisses Risiko mit sich, kein Arzt kann Ihnen einen 100% Erfolg garantieren, obwohl alles nach den letzten Erkenntnissen und vorgeschriebenen Prozeduren durchgeführt wird. Jeder Organismus reagiert individuell auf die verabreichten Medikamenten oder den chirurgischen Eingriff an sich. In anderen Worten wenn ein Arzt den selben Eingriff mit maximalen Präzision und Sorgfalt an zwei Patienten durchführt, ist das Ergebnis nicht immer der selbe. Bei dem Eingangsgespräch lassen Sie sich über mögliche Risiken, während und nach der Operation belehren. Ein verantwortungsvoller Spezialist wird sie auf diese aufmerksam machen.

Karpaltunnelsyndrom

 

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom und wie entsteht es?

Der Karpaltunnel wird durch die Handwurzelknochen und ein straffes Bindegewebsband gebildet. In ihm verlaufen ein Teil der Fingersehnen und ein Nerv, der Nervus medianus. Dieser Nerv versorgt bestimmte Handmuskeln und ist verantwortlich für die Empfindlichkeit (Sensibilität) der Handfläche und bestimmter Bereiche der Finger.

Dem Karpaltunnelsyndrom liegt eine chronische Druckbelastung dieses Nervs zugrunde. Der Karpaltunnel ist eine Engstelle für den Nerv, daher können Schwellungen der Sehnen und Bindegewebswucherungen ihn komprimieren. Diese entstehen zum Beispiel in der Schwangerschaft oder bei bestimmten Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Gicht

Der Platzmangel im Karpaltunnel ist in manchen Fällen auch auf Verletzungen im Bereich des Handgelenks zurückzuführen. So kann eine Einengung durch Fehlstellungen nach Knochenbrüchen oder nach Verletzungen im Handgelenksbereich auftreten. Auch rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis können durch die Ausbildung von Fehlstellungen oder Narbengewebe zu Druck auf den Nerven führen. Eine seltene Ursache für die Nervenkompression sind Geschwülste im Bereich der Handwurzel. Ebenso kann eine angeborene Enge des Karpaltunnels die Druckbelastung verstärken.

 

Fauen sind dreimal häufiger als Männer von einem Karpaltunnelsyndrom betroffen, außerdem leiden übergewichtige Menschen häufiger daran als normalgewichtige. Die meisten Patienten sind zwischen 40 und 70 Jahre alt, doch weisen auch Jugendliche oder Senioren mitunter das Karpaltunnelsyndrom auf. Es besteht häufig an beiden Händen.

Welche Lösung bieten wir an?

Wenn bei einem nachgewiesenen Karpaltunnelsyndrom mit deutlichen Gefühls- und Bewegungsstörungen die beschriebenen Therapieversuche ohne Erfolg bleiben oder wenn die Beschwerden weiter zunehmen beziehungsweise in kurzen Abständen wiederkehren, sollte man über eine Operation nachdenken. Auf diese Weise kann die Druckbelastung des Nervs im Karpaltunnel deutlich vermindert und bleibende Nervenschäden können verhindert werden.

Der Vorgang dauert ca. 30 Minuten. in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung. In der Regel sind die Patienten unmittelbar nach der Operation beschwerdefrei und sie bleiben es meistens auch langfristig. Krankengymnastische Übungen können dabei helfen, die Handfunktion rascher wieder zu normalisieren.